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Felduhren

Hamilton-Felduhr mit schwarzem Zifferblatt auf einem Holztisch

Felduhren verdanken ihren Namen den Schützengräben des Ersten Weltkriegs, wo sich diese frühen Armbanduhren erstmals als unverzichtbar erwiesen. Sie sind bekannt für ihr minimalistisches Design ohne überflüssige Verzierungen, das sowohl damals als auch heute für optimale Ablesbarkeit sorgt. Dank ihrer hochpräzisen Uhrwerke konnten sich Soldaten voll und ganz auf sie verlassen. Sind Sie neugierig auf die modernen Nachfolger dieser zuverlässigen Klassiker? Entdecken Sie unsere Kollektion an Felduhren mit einer Auswahl von über 90 Modellen und finden Sie den perfekten Begleiter für Ihre täglichen Abenteuer. Bei Auer.lu finden Sie Felduhren zu Preisen von etwa 65 € bis zu über 1.400 € für ein Schweizer Automatikmodell von Luminox. Ausführliche Produktbeschreibungen helfen Ihnen bei der Auswahl.

Produkte

Vor 1900 trugen Männer ausschließlich Taschenuhren. Während der Burenkriege befestigten Soldaten diese mit Lederbändern (sogenannten „Wristlets“) am Handgelenk, um im Kampf schnell die Uhrzeit ablesen zu können. Während des Ersten Weltkriegs wurde die Synchronisation (die Sicherstellung, dass alle Uhren genau dieselbe Zeit anzeigten) von entscheidender Bedeutung, was zur Entwicklung der „Trench Watch“ führte. Dabei handelte es sich um modifizierte Taschenuhren mit angelöteten Bandanstößen, Schutzgittern gegen Schmutz und Radium-Leuchtbeschichtung auf den Zeigern.
Während des Zweiten Weltkriegs schrieben die Regierungen bestimmte Designs für Militäruhren vor und legten damit den Grundstein für die moderne Felduhr. Das bekannteste Modell ist die amerikanische A-11, die von Herstellern wie Elgin und Bulova produziert wurde. Zu den wichtigsten Merkmalen gehörten ein schwarzes Zifferblatt, weiße arabische Ziffern und eine „Hacking“-Funktion, mit der das Uhrwerk auf die Sekunde genau synchronisiert werden konnte.
Veteranen trugen ihre Uhren auch nach dem Krieg weiter, wodurch sich die Felduhr als fester Bestandteil vieler Uhrensammlungen etablierte.
Zwölf Schweizer Marken (darunter Longines, Omega und IWC) stellten Felduhren für die britische Armee her. Diese Uhren mussten wasserdicht sein und über ein kleines Sekundenzifferblatt bei 6 Uhr verfügen; sie sind gemeinsam als die „Dirty Dozen“ bekannt und bei Sammlern äußerst beliebt. Während des Vietnamkriegs stellte die US-Armee auf kostengünstigere Einweg-Kunststoffuhren um, die über eine zusätzliche 24-Stunden-Skala (Militärzeit) verfügten.

Merkmale einer Felduhr

Die Entwicklung der Felduhr auf der Grundlage militärischer Spezifikationen hat zu einer gewissen Standardisierung dieses Uhrentyps geführt, wodurch sie leicht zu erkennen ist. Typische Merkmale von Felduhren sind wie folgt.
Der Gehäusedurchmesser bleibt in der Regel moderat und liegt zwischen 36 und 38 Millimetern, kann jedoch bis zu 40 Millimeter betragen. Das Design ist ganz auf maximale Unauffälligkeit und Langlebigkeit im Einsatz ausgerichtet. So besteht das Uhrengehäuse beispielsweise aus robusten Materialien wie Edelstahl, Titan oder Carbon und weist stets eine matte Oberfläche oder Tarnfarben auf, um ein Blenden zu verhindern, das die Position eines Soldaten verraten könnte. Dieses Prinzip erstreckt sich auch auf das entspiegelte Saphirglas und das Band; schwerer Edelstahl (der bei Kontakt mit Feuer gefährlich heiß werden kann) wird selten verwendet. Stattdessen wird die Uhr an einem robusten, bequemen NATO-Textilband oder einem dicken Lederband getragen. Darüber hinaus legt das Design größten Wert auf absolute Ablesbarkeit unter allen Bedingungen. Das Zifferblatt bietet einen hohen Kontrast (in der Regel tiefschwarz mit leuchtend weißen arabischen Ziffern oder umgekehrt) und verfügt über stark leuchtendes Material sowie eine markante Leuchtmarkierung bei 12 Uhr zur Orientierung im Dunkeln. Zusätzlich zu den üblichen Stundenmarkierungen enthält das Zifferblatt häufig eine zusätzliche 24-Stunden-Skala für die militärische Zeitmessung. Schließlich verfügt die Uhr über eine gute Wasserdichtigkeit und einen gut ablesbaren Sekundenzeiger, der manchmal in einem separaten Hilfszifferblatt untergebracht ist und über eine „Hacking“-Funktion vollständig angehalten werden kann, um die Zeit auf die Sekunde genau zu synchronisieren.

Sowohl die klassische Felduhr als auch die klassische Fliegeruhr wurden für den militärischen Einsatz entwickelt. Obwohl sie aufgrund ihres minimalistischen, funktionalen Erscheinungsbildes auf den ersten Blick sehr ähnlich aussehen, wurden sie für völlig unterschiedliche Umgebungen konzipiert: schlammige Schützengräben im Gegensatz zum Cockpit. Sie weisen mehrere funktionale Designelemente gemeinsam auf, wie beispielsweise hohe Ablesbarkeit, starke Leuchtkraft, eine deutliche Markierung bei 12 Uhr (oft ein Dreieck oder ein Pfeil) sowie ein funktionales Design ohne ablenkende Elemente. Die Unterschiede liegen in erster Linie in der Größe: 36–38 mm bei Felduhren und 50–55 mm bei Fliegeruhren. Fliegeruhren verfügen zudem typischerweise über eine große, zwiebelförmige Krone, die die Bedienung der Uhr auch mit Handschuhen ermöglicht. Während Felduhren häufig an einem textilen Band in Tarnfarben getragen werden, verfügt eine Fliegeruhr in der Regel über ein extra langes, robustes Lederband mit Nieten, das dafür ausgelegt ist, über einer Fliegerjacke getragen zu werden.

Zielgruppe und Marken

Mit ihrem militärischen Stil sprechen Felduhren in erster Linie Männer an; aufgrund ihrer zurückhaltenden Größe eignen sie sich jedoch ebenso für Frauen, die eine praktische Uhr mit einem übersichtlichen, gut ablesbaren Zifferblatt suchen.

Mehrere Originalhersteller, die während des Ersten oder Zweiten Weltkriegs offizielle militärische Felduhren produzierten, sind auch heute noch aktiv. Eine ikonische Felduhr, die nach wie vor hergestellt wird, ist die Bulova Hack Watch (A-11), die dem ursprünglichen Design aus den 1940er Jahren äußerst treu bleibt. Die „Khaki Field“-Kollektion von Hamilton umfasst neben Neuauflagen von Originalmodellen auch moderne Neuinterpretationen klassischer Felduhren. Neben diesen traditionellen Herstellern finden sich Felduhren auch in den Kollektionen von Marken wie Timex ( die „Expedition“-Linie), Seiko (Seiko 5) und Luminox.

Hamiltons Khaki-Kollektion umfasst zudem die Linie „Khaki Aviation“ mit klassischen und modernen Fliegeruhren sowie die Linie „Khaki Navy“ mit Taucheruhren.

Worauf sollten Sie beim Kauf einer Felduhr achten?

Wenn Sie in erster Linie nach einer Uhr im Stil einer Felduhr suchen, wählen Sie ein Modell, das den Merkmalen einer militärischen Felduhr am besten entspricht. Wenn Sie die Uhr zur Navigation im Gelände nutzen möchten, entscheiden Sie sich für ein Modell mit Kompass (oder Kompasslünette). Das NATO-Band aus Textil ist die klassischste Wahl. Ein Handaufzugswerk ist die traditionelle Option, doch wenn Sie Komfort und Genauigkeit bevorzugen, entscheiden Sie sich für eine Quarz- oder Solarversion.

Beliebte Modelle

Die meistverkauften Militäruhren auf unserer Website sind die Citizen „Urban Military Mechanical“, die Timex „Expedition North“ und die Hamilton „Khaki Field“ mit Handaufzug und weißem Zifferblatt.

Wie viel kostet eine Felduhr?

Erschwingliche Felduhren mit Preisen bis zu etwa 200 € finden sich vor allem in den Kollektionen von Timex und Citizen. Eine echte Felduhr mit Handaufzug von Hamilton kostet zwischen 625 € und 995 €. Ein Quarzmodell von Lorus ist bereits ab 65 € erhältlich, während die Preise für eine Carbon-Uhr von Luminox bis zu 525 € betragen.

Häufig gestellte Fragen zu Felduhren

Wofür werden Felduhren verwendet?

Felduhren sind in der Regel robuste, gut ablesbare Zeitmesser, die ursprünglich für den militärischen Einsatz entwickelt wurden. Dies macht sie bei Outdoor-Begeisterten beliebt, die eine zuverlässige Uhr suchen, aber auf komplexe Digitaluhren oder Smartwatches verzichten möchten. Darüber hinaus gibt es eine große Gruppe von Uhrenliebhabern, die den Stil und die Funktionalität dieser Art von Uhren schätzen.

Ist eine Felduhr eine „Tool-Watch“?

Ja, Felduhren sind die ultimativen „Tool-Uhren“. Diese Zeitmesser wurden für Soldaten entwickelt, um auf rauen Schlachtfeldern zu bestehen, und konzentrieren sich ganz auf Zweckmäßigkeit und Langlebigkeit statt auf luxuriöses Design.